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IBS Absolventin wird Hotelmanagerin

IBS Absolventin - Karriere als Hotelbesitzerin

Sandra Mocanu hat sich ihren Traum vom eigenen Hotel erfüllt

IBS: Frau Mocanu, seit wann wussten Sie, dass es Sie beruflich einmal in die Hotellerie verschlagen soll?

S. Mocanu: Ich bin in einer Gastronomen- Familie groß geworden. Mein Vater ist Gastronom und meine Mutter ist seit jeher im Hotel tätig. Mit 15 Jahren habe ich mir dann fest vorgenommen: ich werde mal ein Hotel führen! Das war schon immer mein Ziel und ich habe es nie aus dem Auge verloren. Nach dem Abitur habe ich mich umgeschaut, was man in dieser Richtung alles so machen kann. Ich wusste ganz genau, was ich will, wohin ich will und dann wurde mir schnell klar, dass ich dafür nun erst mal Geld in die Hand nehmen muss. Obwohl ich gestehen muss, dass ich im letzten Semester gesagt habe, dass ich doch nicht ins Hotel will - sondern ins Marketing! Nach dem Studium habe ich auch erst mal einen Job in München aufgenommen, bei Rhett Lego, einem Dozenten der IBS. Dort war ich knapp ein Jahr lang als Account Managerin angestellt.

IBS: Wie hat es Sie dann doch zu Ihrem eigentlich geplanten Karriereziel, Hotelmanagerin zu werden, geführt?

S. Mocanu: Ich habe neben dem Studium schon im Burghotel als Aushilfe gejobbt, fast 3 Jahre lang. Über mein erstes Studienpraktikum in einem Hotel, welches damals noch zum Burghotel gehörte, bin ich an die Aushilfstätigkeit gekommen. Ein Jahr nach meinem Studienabschluss habe ich erfahren, dass das Burghotel neu verpachtet werden soll. Mit dieser Chance vor den Augen habe ich mich dann entschieden, dass ich meinen ursprünglichen Traum wenigstens ausprobiere. Damals war ich auch erst 27. Ich dachte mir, was habe ich zu verlieren? Wenn ich dann 30 bin und es klappt nicht, dann klappt es eben nicht, dann mache ich halt etwas anderes. Ich bin da aber auch sehr risikofreudig.

IBS: Haben Sie Ihre Entscheidung, Hotelmanagerin zu werden, schon jemals bereut?

S. Mocanu: Ich mache das nun seit 3 Jahren und ich habe es keinen Tag bereut. Ich bin glücklich damit. Es ist zwar viel Arbeit, aber ich sehe es so: Jetzt bin ich jung und habe die Energie.

IBS: Welche Aufgaben erledigen Sie in Ihrem Job? Gibt es einen typischen Arbeitsablauf als Hotelmanagerin?

S. Mocanu: Kein Tag ist wie der andere. Jedes Mal wenn ich mir To-Do-Listen mache, komme ich auf die Arbeit und alles ändert sich spontan. Hier Leute begrüßen, da mithelfen. Ich habe es zweieinhalb Jahre probiert eine Routine reinzubringen, aber es ist schlicht und einfach nicht wirklich möglich. Zu meinen Aufgaben zählen zum einen das Personalmanagement - Mitarbeiter einstellen, Mitarbeitermotivation und auch Schulungen. Das Team ist mir sehr wichtig. Ich habe ein junges Team von 11 Mitarbeitern und ich will ihnen zeigen, dass sie auch hier vorankommen, auch wenn wir nur ein kleiner Betrieb sind. Zum anderen verantworte ich die Buchhaltung. Da habe ich zwar auch eine Steuerberaterin, aber ich muss alles vorbereiten. Steuerlehre und Finanzbuchhaltung habe ich im Studium nie gemocht. Aber heute weiß ich, es ist gut zu wissen, wie das alles läuft. Denn wenn ich das an der IBS nicht gelernt hätte, könnten mir die Leute so viel erzählen und ich hätte einfach keine Ahnung. Ansonsten bin ich auch Ansprechperson Nummer 1 für alle Mitarbeiter und für alle Bereiche im Hotel zuständig wie Frühstück, Housekeeping und Tagungen. Ich stehe auch selber an der Rezeption, führe Preisberechnungen durch und erledige natürlich auch das ganze Marketing. Neue Ideen finden - auch das gehört dazu. So springe ich die ganze Zeit. Momentan kümmere ich mich auch viel darum, Angebote für die Renovierungen einzuholen.

IBS: Sie arbeiten da, wo andere Urlaub machen. Hatten Sie in den 3 Jahren auch selbst einmal Urlaub?

S. Mocanu: Natürlich. Ich genieße das sehr. Man sucht sich selbstverständlich auch Hotels heraus, die richtig gut aussehen (z. B. auf Websites und in Prospekten) mit dem Ziel, sich dort noch etwas abzuschauen. Und vor Ort achte ich dann auf alles. Wie ist der Service, wie machen sie dies und das? Wie gestalten sie beispielsweise ihr Social Media Marketing? Ich schaue schon, dass wir uns Tipps holen können.

IBS: Wie schwer ist es den Traum vom eigenen Hotel zu realisieren?

S. Mocanu: Es ist schon schwer. Wenn man nicht mit Leidenschaft und voller Überzeugung dahinter ist, dann sollte man das auch nicht machen. Man bekommt allerdings so viel Gutes von den Gästen zurück. Aber es gibt auch immer wieder Rückschläge, mit denen man umgehen muss. Da muss man selbstverständlich professionell bleiben und sich vieles gefallen lassen. Schwierig ist auch, dass ich noch relativ jung bin. Da muss man sich erst mal beweisen.

IBS: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

S. Mocanu: Meine erste Priorität ist es, das Haus auf den besten Standard zu bringen. In den letzten 3 Jahren haben wir schon sehr viel an dem Haus gemacht, z. B. den Frühstücksraum komplett umgebaut und die Zimmer renoviert. Aber es gibt immer noch mehr zu tun. Danach kann ich mit den Sachen anfangen, die ich jetzt schon vorbereite, z. B. neue Flyer, neue Website, also den ganzen Außenauftritt erneuern. In Zukunft werde ich mich sehr stark auf die Marketingaufgaben stürzen. Aber erst mal muss das Produkt, das Hotel, komplett fertig werden, so wie ich es mir vorstelle, damit ich anschließend mein neues Marketingkonzept radikal umsetzen kann. Dann kann ich auch neue Fotos machen, denn gerade heutzutage spielt das Visuelle eine große Rolle. Ich möchte die Bekanntheit des Hotels enorm steigern. Und mein Ziel ist es, das Hotel in ein Nischenhotel zu verwandeln. Es soll mit vielen individuellen Leistungen, Servicepakten, dem Personal (und dann kommen bestimmt noch ein paar Sachen hinzu, die ich mir einfallen lasse) zu etwas Besonderem werden. In Nürnberg haben sich so viele Kettenhotels angesiedelt. Und da sehe ich meine Chance, denn ich bin eben nicht an irgendwelche Franchise-Vorgaben gebunden, sondern ich kann alles machen wie ich will und das möchte ich dann auch nutzen, um das Burghotel auf dem Nürnberger Hotelmarkt in Richtung Charme, Persönlichkeit und Top-Lage zu positionieren.

IBS: Aus Ihrer Erfahrung, was raten Sie jungen Studienabsolventen damit der erfolgreiche Einstieg in die Hotel-/Tourismusbranche klappt?

S. Mocanu: Wichtig ist, dass man grundsätzlich einfach diese Leidenschaft in sich hat, mit Menschen zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Anders wird man nicht glücklich in dem Job. Und wie man es schafft - eben durch eine positive Haltung und Motivation. Wobei das sicher nicht immer einfach ist mit der Motivation, denn gerade in der Hotellerie verdient man oft nicht so viel und die Arbeitszeiten sind krass. Wenn dann auch noch das Arbeitsklima nicht so schön ist, dann ist es wirklich schwer. Ich denke, man muss das auch im Blut haben.

IBS: Warum haben Sie sich für das Studium an der IBS Nürnberg entschieden?

S. Mocanu: Ich habe es mir vor Ort angeschaut und daraufhin entschieden, diesen Weg zu gehen. Außerdem wollte ich unbedingt ein Studium im Tourismusbereich mit einem hohen BWL-Anteil absolvieren und dabei möglichst nicht mit hunderten anderen Studenten in einem Hörsaal sitzen. All das wurde mir an der IBS versprochen und auch eingehalten.

IBS: Was hat Ihnen besonders gut an dem Studium gefallen?

S. Mocanu: Ich bin ein absolut überzeugter Fan der IBS! Mit ein bisschen Erfahrung und Austausch mit meinen Freunden, die auch ein Studium abgeschlossen haben, vielleicht an einer staatlichen Universität, sehe ich die Unterschiede jetzt ganz deutlich. Die kleinen Gruppen waren spitze. Das Studium war sehr kompakt. Das hat mir sehr gut gefallen. In diesen 3 Jahren habe ich intensiv gelernt und durch die kleinen Gruppen ist viel hängen geblieben. Was ich auch sehr schön fand, war, dass man von Anfang an auch Rhetorik-Kurse usw. hat, in denen man lernt, sich zu präsentieren. Das Studium bestand also nicht nur aus Fächern wie BWL, sondern auch Business Etikette, Interkulturelles Management usw.. Es war also nicht nur fachlich gut und zeitlich geballt, sondern man lernte viel und wurde gefordert und gepusht - in den Bereichen Soziales, Verhaltensregeln, Präsentieren - und das auf mind. 2 Sprachen. Das braucht man! Man kann heute niemanden in eine Führungsposition schicken, der nicht mit Menschen umgehen kann. Nach meinem Studium habe ich so viele Menschen kennengelernt, die diese sozialen Kompetenzen gar nicht haben. Das ist erschreckend. Die IBS ist mit ihren Studieninhalten einfach am Puls der Zeit. Also alles in allem hat mir das Studium sehr gut gefallen und es hat sich absolut gelohnt!

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